Slow life – lass es langsam angeh´n

Die Ironie des modernen Lebens: Wir erfinden zeitsparende Technologien und dann nutzen wir die gewonnene Zeit, um mehr und mehr Dinge zu erledigen. Doch das muss nicht so sein. Lasst uns gegen einen hektischen Lebensstil rebellieren, lasst es uns langsamer angehen! Die slow life Bewegung ist längst ein ernstzunehmender Trend geworden. 


Ein Leben in langsamerer Gangart bedeutet, Zeit schaffen, um Momente gezielt zu genießen. Das heißt: „ein Ding zur Zeit“ tun, anstatt im Multitasking-Modus unaufhörlich zwischen einer Vielzahl von Aufgaben hin und her zu wechseln – ohne sich auf eine von ihnen wirklich konzentrieren zu können.

Mach´s mal langsam: Lebe doch einfach bewusst!

Verlangsamung hat nichts mit Faulsein zutun. Sie ist eine bewusste Entscheidung, die sich zunächst im Kopf abspielt und letztendlich zu einer größeren Wertschätzung des Lebens, zu mehr Ausgeglichenheit und innerer Ruhe führt.

5 Tipps für einen bewussteren Lebensstil:

Tu weniger. Wie kannst du es langsamer angehen lassen, wenn du scheinbar unzählige Dinge zu erledigen hast? Entscheide dich bewusst weniger zu tun. Konzentriere dich auf das, was wirklich wichtig ist, was wirklich getan werden muss. Lass den Rest einfach sein. Es muss nicht immer blitzblank in der Wohnung sein. Du musst nicht jede Verabredung wahrnehmen. Du musst die Arbeit nicht alleine schaffen. Lass Dinge ruhen, gib sie ab. Ermögliche dir Raum zwischen den Aufgaben und Terminen, sodass du das Leben in einer gemächlicheren Gangart angehen kannst.

Raus in die Natur. Wir verbringen die meiste Zeit des Tages in unseren Häusern, Büros, Autos und Supermärkten. Die Umgebung nehmen wir dabei kaum wahr. Geh stattdessen einfach mal nach draußen in die freie Natur, ohne Ziel. Schau dir deine Umgebung an, untersuche sie, lass dich treiben. Nehme einen tiefen Atemzug frischer Luft, genieße die Ruhe und Klarheit der Pflanzen, des Wassers, der Wolken, des Himmels.

Sei offline. Online zu sein bedeutet, jederzeit mit neuen Aufgaben, Unterbrechungen konfrontiert werden zu können. Sei es die Mail des Geschäftspartners oder auch die Urlaubsfotos der Freundin. Die pausenlos hereinkommenden Informationen stressen uns – bewusst oder unbewusst. Wir setzen uns unaufhörlich den Bedürfnissen anderer Menschen aus. Schaffe dir also Ruhemomente, in denen du Smartphone, Tablet und Computer abstellst. Sei eine Stunde offline für die Welt – du wirst es nicht bereuen.

Verwöhne dich. Um Körper und Seele etwas Gutes zu tun, muss es nicht gleich ein teurer Spa-Urlaub sein. Kleine Rituale in unserem eigenen Badezimmer können Wunder wirken. Starte den Morgen mit einer frischen Dusche – Wellnessbrausen umschmeicheln deine Haut sanft und lassen dich gelassen den Tag begrüßen. Verwöhne dich am Abend mit einem Wannenbad aus ätherischen Ölen. Mache erquickende Armgüsse für den Frische-Kick zwischendurch. Sei dabei nur bei dir und halte deine Gedanken bewusst zurück.

Genieße den Geschmack. Bei all den Fast Food Angeboten, dem schnellen Mittagssnack zwischendurch, dem Brötchen auf die Hand vergessen wir, worum es beim Essen eigentlich geht: Den guten Geschmack und die wertvollen Zutaten. Lerne langsamer zu essen und deine Lebensmittel bewusst auszuwählen. Sei dir jeden Bissens gewahr. Welche verschiedenen Geschmacksnoten erkenne ich? Wie fühlen sich die Texturen auf der Zunge an? Langsam ausgewählte Dinge zu essen hat einen doppelten Vorteil: Du wirst mit weniger Nahrung satt und dir wird es besser schmecken.

Quelle: Leo Babauta